identitäten

zur zeit suche ich theorien zu identitäten. am liebsten wären mir gerüste, die möglichst praktisch zu definieren versuchen, was identitäten ausmacht, zB: 1. familie, 2. freundschaften, 3. romantische beziehungen, 4. lohnarbeit, 5. krankheiten, 6. drogen-/medikamentennutzung, 7. hobbys… etc… und ich hätte gedacht, sowas wäre viel leichter zu finden – aber im gegenteil. mit theoretischen ansätzen kann man sich von butler bis žižek zuschmeißen, aber so richtig konkret werden die natürlich alle nicht.

neulich wurde ich auf das buch “identitätskonstruktionen – das patchwork der identitäen in der spätmoderne” von keupp u.a. hingewiesen, was schon ein guter anfang ist.
identitätsbuch von keupp

unterteilung in:
1. erwerbsarbeit
2. intimität
3. soziale netzwerke
4. kulturelle identität
5. das zueinander der lebensbereiche

aber da muss es doch noch mehr ansätze geben… hätte ich bloß mal auch pädagogik studiert ;(

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6 Kommentare

  1. jan sagt:

    identität ist ja auch so´n wischiwaschi ding. deswegen passt zizek, mit seinem hin und her und den ganzen wendungen, ganz gut. wenn du es einfacher magst, probier es mal mit erving goffman! ist zwar so ein bisschen oldschool-gender-mäßig, aber sehr gut verständlich und anwendbar. ich empfehle “interaktion und geschlecht” (da spricht er von geschlechtsidentitäten usw.) und vielleicht noch “wir alle spielen theater”…zur medialen inszenierung geht auch “geschlecht und werbung”.

  2. jan sagt:

    wenn du hardcore und revolutionäre subjekttheorie willst, kommst du an alain badious “ethik” und an “saint paul” nicht vorbei (das menschliche tier wird nur zum subjekt, indem es sich zum `revolutionären´ ereignis bekennt). und zizeks “the ticklish subject” sowie simon critchleys “infinately demanding”…in den beiden büchern ist auch badious subjekttheorie auch ganz gut erklärt!

  3. samchills sagt:

    vielen dank für die vorschläge! unterteilt erving goffman tatsächlich identität in verschiedene aspekte wie familie, arbeit, etc? ich unterstelle einfach mal, dass er auch eher in die theoretische ecke gehört. zizek finde ich eh ganz großartig, aber da bekomme ich auch keine konkreten kategorien präsentiert. ich muss irgendwie meine fernsehcharaktere analysieren und brauche dafür so platte muster…

  4. Henning sagt:

    Hi… hatte meine MA-Arbeit aus dem dekonstruktivistisch-intersektionalen-gendersensiblen Blick zu Identitätskonstruktionen in Online-Communities geschrieben… ist ’n bissl her, aber vielleicht findest du ja was für dich relevantes dort (bzw. in der Literaturliste…)
    http://woetzel-herber.de/2009/02/22/doing-me-and-the-others-identitatskonstruktionen-in-online-communities/

  5. Marcus sagt:

    Jetzt ist mir doch tatsächlich noch was eingefallen:

    David Gauntlett: Media, Gender and Identity. An introduction. Routledge 2002.

    Ich lasse es ein paar Tage auf meiner Dropbox für dich:

    http://dl.dropbox.com/u/9385483/gauntlett.pdf

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